Brauchtumsfeuer 

Information zur
"Verbrennung von biogenenen Materialien außerhalb genehmigter Heizungsanlagen"

 


Ganzjähriges Verbrennungsverbot!

Nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über ein Verbot des Verbrennens biogener Materialien außerhalb von Anlagen ist das Verbrennen aus dem Hausgartenbereich und aus dem landwirtschaftlich nicht intensiv genutzten Haus- und Hofbereich, insbesondere Stroh, Holz, Rebholz, Schilf, Baumschnitt, Grasschnitt und Laub außerhalb genehmigter Anlagen grundsätzlich ganzjährig verboten!

Es dürfen bei uns Materialien pflanzlicher Herkunft in trockenem Zustand im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen ausschließlich am Karsamstag ( Von Samstag 15.00 Uhr bis Sonntag 03.00 Uhr ) sowie am 21. Juni (Sonnwendfeier) verbrannt werden. Das Abbrennen an anderen Tagen (z. B. Verlegung des Osterfeuers auf den "kleinen Ostersonntag" wegen Schlechtwetters am Karsamstag) ist nicht erlaubt. Jedoch ist die Verlegung der Sonnwendfeier auf den darauf folgenden Samstag erlaubt! Bei hoher Ozonbelastung ist auch an diesen Tagen ein Verbot möglich!

Vorrang für die stoffliche Verwertung!

Nach den Bestimmungen der Verordnung über die Sammlung biogener Abfälle sind Materialien pflanzlicher Herkunft im unmittelbaren Bereich des Haushaltes oder der Betriebsstätte zu verwerten (Einzel- oder Gemeinschaftskompostierung) oder der Biomüllsammlung (Biotonne, Altstoffsammelzentrum, Grünschnittsammelstelle) zuzuführen.

Nutzen Sie diese Möglichkeiten und verzichten Sie auf das Abbrennen im Freien!

TIPP: Wenn Sie trotzdem am Karsamstag oder am 21. Juni ein Brauchtumsfeuer entzünden, verwenden Sie nur trockenen Baum- und Strauchschnitt und beachten Sie die Bestimmungen des Steiermärkischen Feuerpolizeigesetzes. Danach ist das Verbrennen im Freien nur bei entsprechender Überwachung des Verbrennens und bei Durchführung von Nachkontrollen nach dem Ablöschen zulässig. Die Entzündung größerer, weithin sichtbarer Feuer ist der zuständigen Feuerwehr rechtzeitig, mindestens jedoch eine Stunde vorher, anzuzeigen. Bei starkem Wind und großer Trockenheit ist das Verbrennen im Freien unzulässig!

VORSICHT: Die Verbrennung von nicht geeigneten Materialien und die Verbrennung außerhalb der vorgesehenen Brauchtumstage (Karsamstag, 21. Juni - Sonnwendfeier) wird von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu € 3.630,--, in den IG-L Sanierungsgebieten "Mittelsteiermark", "Mittleres Murtal" swie "Mur-, Mürzfurche" jedoch bis zu € 7.270,-- , bestraft!

 

Brauchtumsfeuerverordnung

§4 Sicherheitsvorkehrungen

1) Die Beschickung von Feuer im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen darf ausschließlich mit trockenem, biogenem Material erfolgen. Zum Entzünden oder Aufrechterhaltung eines Brauchtumsfeuers dürfen keine Brandbeschleuniger verwendet werden. Es sind geeignete Maßnahmen zu treffen, die eine unkontrollierte Ausbreitung des Feuers verhindert, zB durch das Bereithalten geeigneter Löschhilfen in der Nähe der Feuerstelle.

2) Es ist auf eine möglichst geringe Rauchentwicklung zu achten, um eine Belästigung der Nachbarschaft zu vermeiden.

3) Bei Brauchtumsfeuer müssen folgende Mindestabstände eingehalten werden:

     1.  50 m zu Gebäuden;

     2.  100 m zu öffentlichen Verkehrsflächen, soweit diese nicht ausschließlich land- und forstwirtschaftlichem Verkehr dienen;

     3.  100 m zu Ernergiversorgungsanlagen;

     4.  40 m  zu Baumbeständen, Büschen, Wald und sonstige Hecken.

4) Brauchtumsfeuer sind zu beaufsichtigen. Das Feuer ist verlässlich zu löschen, sodass das Feuer auch durch heftige Windstöße nicht wieder entfacht werden kann.

5) Bei Nichteinhaltung der Abstands-, Beschickungs- und Sicherheitsbestimmungen ist das Entfachen des Feuers zu untersagen bzw. ein sofortiger Löschauftrag zu erteilen.

§6 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit 1. April 2011 in Kraft.

 

 

 

 

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